Wo liegen die Grenzen von natürlicher Sportkleidung?
Wie bereits erwähnt, hat Kunststoff einige Vorteile, die sich mit Naturfasern nur schwer nachahmen lassen. Unserer Erfahrung nach sind es vor allem das Gewicht und die Dehnungsfähigkeit, die Naturfasern bei Sportbekleidung Grenzen setzen. Wenn man Leggings ohne Elastan (oder etwas Ähnliches) herstellt, behält die Leggings ihre Form überhaupt nicht bei, was zu einem minderwertigen Produkt führt. Das Gleiche gilt für Socken und Thermoschichten.
In letzter Zeit liegt der Schwerpunkt auch auf Chemikalien, die zur Verbesserung der Leistung von Stoffen eingesetzt werden, um sie beispielsweise wasserdicht, atmungsaktiv oder knitterfrei zu machen. Zwar wird alles aus Chemikalien hergestellt, aber für diese Verbesserungen werden schädliche Chemikalien wie BPA und PFAS verwendet. Es werden immer mehr Forschungsergebnisse über die Auswirkungen dieser Chemikalien veröffentlicht, und das ist eine gute Sache. Während diese Chemikalien hauptsächlich für Sportbekleidung aus Kunststoff verwendet werden, gibt es auch Produkte, die auf Naturfasern basieren, aber dennoch mit aggressiven Chemikalien beschichtet sind, was sich sowohl auf ihre biologische Abbaubarkeit als auch auf die Gesamtumweltbelastung auswirkt.